Florian E.J. Lang

Delhi / Herzogenaurach — Website —  Instagram

EDITORIAL

Urbane Räume in Indien. 

florian_lang-urban_spaces_india-1
Handwerker vor Hindu-Göttern und Graffiti. 20. November 2016, South Delhi. Es wird oft gesagt, dass Delhi, so wie wir es heute sehen können, auf den Ruinen von sieben Städten aus verschiedenen historischen Epochen erbaut wurde. Andere sprechen von mehr als 20 Städten und Siedlungen, die einst auf dem Gebiet des heutigen Delhi standen während die älteste angeblich ihre erste Erwähnung im Mahabharata, Indiens Nationalepos, findet. Doch egal wie viele Städte und Dörfer die indische Hauptstadt tatsächlich verschlungen hat und wie viele Schichten von Scherben und Trümmern unter ihr begraben liegen. Wo immer man hinschaut, sieht man Dinge einerseits verschwinden und neu entstehen, verrotten und überwuchert werden und sich andererseits doch in einem Zustand andauernder Restauration befinden.
florian_lang-urban_spaces_india-2
Young Professionals in einem Brauerei-Pub. 1. April 2015, Gurgaon/Gurugram, Haryana. Eine Gruppe junger Männer verbringt ihre Mittagspause in einer Craft Beer Brauerei im obersten Stockwerk einer Shopping Mall in Gurgaon. Während es in Indien grundsätzlich kaum „Bier-Kultur“ gibt, sind in den letzten Jahren in Indiens Städten einige Mikro- und Craft Beer Brauereien entstanden, und eine junge Generation von Städtern hat begonnen, das Getränk für sich zu entdecken. Die Brauerei wurde mit Hilfe eines fränkischen Braumeisters aufgebaut, das zum Brauen verwendete Malz wird aus Bamberg geliefert.
florian_lang-urban_spaces_india-3
Krishna und ihr Enkelsohn Samvit. 13. April 2015, Gurgaon/Gurugram. Der vierjährige Samvit lebt mit seinen Eltern und seiner Großmutter Krishna in einem Hochhaus der Wohnanlage Hamilton Court, in Gurugram. Die Stadt ist Anziehungspunkt für Menschen aus vielen Landesteilen. In der Peripherie von Delhi gelegen, bietet sie zudem eine Alternative für Menschen auf der Suche nach günstigerem Wohnraum.
florian_lang-urban_spaces_india-4
Sonams Mutter flechtet ihrer Tochter die Haare.13. Oktober 2014, Delhi, im Marktviertel Sardar Bazar in Old Delhi. Sonam, zehn Jahre, lebt mit ihrem Bruder und ihren Eltern auf einem Markt am Rande des Einkaufsviertels Sardar Bazar. Sonam unterstützt ihre Familie dabei, Geld zu verdienen, indem sie an schulfreien Tagen auf anderen Märkten Gewürze vom Boden aufliest, sortiert und säubert, um diese dann weiterzuverkaufen.
florian_lang-urban_spaces_india-5
Im Vorgarten von Hamilton CourtVor den Hochhäusern der Luxus-Wohnanlage Hamilton Court treffen sich Seniorinnen zum gemeinsamen Yoga. 14. April 2015, Gurgaon/Gurugram, Haryana. Gurgaon ist eine Satellitenstadt in der Peripherie von Delhi. Wo hier heute Hochhäuser in den Himmel ragen, prägten in den 1980er Jahren noch Dörfer und Felder das Landschaftsbild.
florian_lang-urban_spaces_india-6
In einer Notunterkunft für Alte und Kranke wird den Bewohnern der obligatorische Afternoon Tea ausgeschenkt. 21. Dezember 2015, Gurgaon/Gurugram, Haryana. Die indische Gesellschaft erfuhr in den letzten Jahren viele grundlegende Veränderungen – das traditionelle Konzept der Großfamilien, das für ältere und kranke Menschen eine soziale Absicherung darstellte, bricht allmählich weg, während der Staat es bislang noch nicht geschafft hat, diese Lücke zu schließen.
florian_lang-urban_spaces_india-7
Kinder spielen Cricket. In einem Slum in Bhubaneshwar, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Odisha. 14. Dezember 2018. Cricket ist wohl der beliebteste Sport in Indien und auf die Kolonialherrschaft durch Großbritannien zurückzuführen.
florian_lang-urban_spaces_india-8
Gäste in einem Starbucks Cafe. 10. April 2015, Gurgaon/Gurugram, Haryana. Während die Vorliebe für Kaffeegetränke wie Latte Macchiato oder Eiskaffee eine relativ neue Erscheinung ist, schlägt ein Bild an der Wand die Brücke zu indischen Traditionen. Es zeigt eine Tasse Chai (Milchtee) und mit Henna bemalte Frauenhände.
florian_lang-urban_spaces_india-9
Junge Männer spielen Mensch-Ärgere-Dich-Nicht auf einem Smartphone. In der 6. Woche des landesweiten Covid-19-Lockdowns in einem Wohngebiet in Shahdara, im Nordosten von Delhi. 27. April 2020.
florian_lang-urban_spaces_india-10
Nachmittags hat sich eine Gruppe junger Männer an einer Parkbank in Delhis Deer Park zum Karten-Spielen getroffen. 9. Dezember 2016
florian_lang-urban_spaces_india-11
Huru arbeitet als Kanalreiniger in Patna, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Bihar. Solche Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen wird in Indien von etwa 320.000 Menschen ausgeführt. Jährlich kommen landesweit etwa 1.000 von ihnen bei ihrer Arbeit ums Leben. Menschen, die als sogenannte „Manual Scavengers“ („Händische Reiniger“) arbeiten, sind nahezu ausnahmslos Dalits (Unberührbare), die am unteren Ende des Kastensystems stehen. 28. November 2015.
florian_lang-urban_spaces_india-12
Besucher und Händler auf der Sonepur Mela. Das Volksfest findet Jahr für Jahr im November am Zusammenfluss der Flüsse Ganges und Gandak, in der Nähe von Patna, statt. Es heißt, das Fest gehe bis auf die Zeit von Chandragupta Maurya zurück, der von 321 bis 297 v. Chr. über weite Teile des indischen Subkontinents herrschte. 28.11.2015
florian_lang-urban_spaces_india-13
Besucher einer Shopping Mall in Gurgaon/Gurugram, Haryana. Der Ausflug in die Shopping Mall gehört für viele Inder aus der urbanen Mittelschicht zum Standardrepertoire der Freizeitgestaltung. 12. April 2015.
florian_lang-urban_spaces_india-14
Ein Strassenhund hat sich zum Schlafen auf einem geparkten Auto niedergelassen. In einem Wohngebiet in South Delhi. 19. November 2019
florian_lang-urban_spaces_india-15
Besucher treiben Frühsport in einem Park in Bhubaneshwar, Odisha. Hussain (Bildmitte, in einem hellblauen Trägershirt) hat erst vor ungefähr drei Jahren begonnen, Yoga zu praktizieren. Er arbeitet außerdem darauf hin, professioneller Tänzer zu werden. Seinen Lebensunterhalt als verdient der 23jährige als Automechaniker. 13. Dezember 2018
florian_lang_kanpur-leather_industry-1
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Fisher auf dem Ganges, nahe der Industriestadt Kanpur. Über einen Kanal werden industrielle Abwässer aus den umliegenden Gerbereien, die Chemikalien wie Chromium und Chlor enthalten, in den Fluss geleitet. Kanpur ist berühmt für seine Lederprodukte und berüchtigt für die Umweltverschmutzung die damit einhergeht. 11.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-2
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Minarette einer Moschee in Jajmau. Daneben hängen Lederstücke zum Trocknen. Jajmau ist ein Industriegebiet in Kanpur und vor allem bekannt für seine Lederindustrie. 10.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-3
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Ein Arbeiter in einer Gerberei in der Industriestadt Kanpur. Kanpur ist berühmt für seine Lederprodukte, aber berüchtigt für die etwa 400 Gerbereien, die hier den Ganges verschmutzen. 12.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-4
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. In einer Gerberei in Kanpurs Industriegebiet Jajmau. Arbeiter schneiden eingesalzene Häute von Wasserbüffeln zurecht und befreien das Rohleder von Fleisch und Fettresten. 12.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-5
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. In einer Gerberei in Kanpurs Industriegebiet Jajmau. Ein Arbeiter läuft barfuß durch die Halle der Anlage. Das Wasser in den Pfützen ist unter anderem mit Chemikalien wie Chromium kontaminiert. 12.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-6
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Arbeiter in einer Gerberei in Kanpurs Industriegebiet Jajmau. 12.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-7
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. In einer Gerberei in Kanpurs Industriegebiet Jajmau. Unter den Arbeitern sind auch Kinder. 12.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-8
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. In Kanpurs Industriegebiet Jajmau. Neben dem Eingangstor einer Gerberei waschen sich ein Arbeiter und Kinder auf offener Strasse. 11.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-9
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Arbeiter in einer Gerberei in Kanpurs Industriegebiet Jajmau. 12.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-10
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Auf einer Müllhalde am Ufer des Ganges verbrennen Arbeiter Lederreste und organische Abfälle aus den umliegenden Gerbereien. 11.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-11
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Arbeiter in einer Schuhfabrik. Kanpur ist berühmt für seine Lederindustrie aber berüchtigt für die Umweltprobleme die damit einher gehen. 11.06.2016
florian_lang_kanpur-leather_industry-12
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Über einen Kanal wird Wasser von einer Kläranlage zu den umliegenden Dörfern geleitet. Dieses Wasser wird zur Bewässerung in der Landwirtschafteingesetzt. Da die Abwasseraufbereitung nicht richtig funktioniert und die Stadt mit den Mengen an Abwasser überfordert ist, gelangen mit diesem Wasser Schadstoffen wie Chromium (III) Sulfat auf die Felder. 11.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-13
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Eine Bäuerin erntet Jasmin-Blüten auf einem Feld außerhalb des Industriegebietes Jajmau. Die Schadstoffbelastung aus der Industrie in Kanpur ist so hoch, dass die Produkte der Bauern kontaminiert sind. 13.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-14
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Fischer auf dem Ganges bei Kanpur. 11.06.2015
florian_lang_kanpur-leather_industry-15
Indien. Uttar Pradesh. Kanpur. Fischer auf dem Ganges bei Kanpur. 09.06.2015

EDITORIAL

Reportage über die Lederindustrie und Umweltbelastung in Kanpur


EDITORIAL, NGO

Reportage über Geflüchtete Rohingya in Bangladesch.

Die Rohingyas sind eine muslimische Minderheit die vor allem in Myanmars nordwestlichen Bundesstaat Rakhine beheimatet sind. Im mehrheitlich buddhistischen Myanmar wird ihnen die Staatsbürgerschaft verweigert, und die Regierung behauptet, dass Rohingyas unrechtmäßig von Bangladesch nach Myanmar emigriert sind. Viele von ihnen sind Ausbeutung, Landraub, Zwangsarbeit und sexueller Gewalt ausgesetzt.  In den letzten zwei Jahrzehnten sind viele Rohingya nach Bangladesch und in andere Länder geflüchtet. Eine kürzliche Militäroperation in Rakhine als Vergeltungsschlag gegen einen Angriff einer kleinen Gruppe militanter Rohingyas auf einen Armeeposten in Myanmar führte im Oktober 2016 zu einer massenhaften Fluchtbewegung..

Erschienen im Amnesty Journal.

florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-1
Bangladesch. Cox's Bazar. Balu Kali. Diese Siedlung in Balu Kali ist eines von mehreren Flüchtlingslagern in Cox's Bazar, nahe der Grenze zu Myanmar. Noch immer treffen hier regelmäßig Rohingya Muslime ein, die aus ihrer Heimat im mehrheitlich buddhistischen Myanmar fliehen mussten. Zum Höhepunkt der Letzten Welle von Gewalt gegen Muslime in Myanmars Teilstaat Rakhine, im Oktober 2016, kamen täglich hunderte Rohingya über die grüne Grenze nach Bangladesch. 28.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-2
Bangladesch. Cox 'Bazar. Flüchtlingslager Balu Kali. Hazeena (17) mit ihrer 10 Tage alten Tochter Asma in der Hütte ihrer Familie. Asma wurde in einer nahe gelegenen Klinik geboren, die von Ärzte ohne Grenzen (MSF) betrieben wird. Hazeena und ihr Kind zählen zu den Rohingya, einer muslimischen Minderheit im Bundesstaat Rakhine in Myanmar. Im buddhistisch dominierten Myanmar sind die Rohingyas Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt.
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-3
Bangladesch. Cox's Bazar. Balu Kali. Rohingya Kinder in einer Madrassa in einem Flüchtlingslager in Balu Kali. Die meisten Kinder geflohener Rohingya haben keine Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Für sie bleibt der Besuch einer Koranschule die einzige Alternative. 25.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-4
Bangladesch. Cox's Bazar. Kutupalong. Alltagszene an einer Wasserpumpe in einem nicht registrierten Flüchtlingscamp. Alle Brunnen in dem Flüchtlingslager wurden durch internationalen Hilfsorganisationen finanziert. 26.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-5
Bangladesh. Cox's Bazar. Balu Kali. Rumbahar (55) mit ihrer Enkeltochter Jasmeen in der Hütte ihrer Familie. 25.05.2017.
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-6
Bangladesch. Cox's Bazar. Kutupalong. Yasminara und ihr Vater Mohammed Alam (40, Bildmitte) flohen vor einer Militäroperation gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmars Teilstaat Rakhine ins benachbarte Bangladesch. Bei dem Angriff auf die Rohingya, im Oktober 2016, trafen Mohammed Alam zwei Schüsse ins linke Bein. Bei der Flucht verlor er seine Frau und seine zwei Söhne. Er weiss nicht ob sie noch am Leben sind. 27.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-7
Bangladesch. Cox's Bazar. Kutupalong. Yasminara und ihr Vater Mohammed Alam flohen vor einer Militäroperation gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmars Teilstaat Rakhine ins benachbarte Bangladesch. Bei dem Angriff auf die Rohingya, im Oktober 2016, trafen Mohammed Alam zwei Schüsse ins linke Bein. Bei der Flucht verlor er seine Frau und seine zwei Söhne. Er weiss nicht ob sie noch am Leben sind. 27.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-8
Bangladesch. Cox's Bazar. Kutupalong. Ein Mann transportiert Baumaterial. In dem nicht registrierten Flüchtlingslager leben Angehörige der ethnischen Minderheit der Rohingya die aus dem benachbarten Myanmar nach Bangladesch geflohen sind. 27.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-9
Bangladesch. Cox's Bazar. Kutupalong. Rohingya Kinder hohlen Ziegelsteine für den Bau einer Toilette im Flüchtlingslager. Der Bau wird von einer Hilfsorganisation finaziert und wurde an einen lokalen Unternehmer übertragen. Die wenigsten Rohingya Kinder haben die Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Stattdessen müssen viele von ihnen hart arbeiten. 26.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-10
Bangladesch. Cox's Bazar. Kutupalong. Geflüchtete Rohingya während einer Hilfslieferung von Lebensmitteln durch eine Hilfsorganisation. 31.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-11
Bangladesch. Cox's Bazar. Am Rande eines Flüchtlingslagers in Kutupalong. Ein Mädchen sitzt auf einem Stapel Holz das als Brennmaterial geliefert wurde. Kinder sollen das Brennmaterial in das Camp bringen. 26.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-12
Bangladesch. Cox's Bazar. Kutupalong Refugee Camp. Geflüchtete Rohingya in einem nicht registrierten Flüchtlingslager. 30.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-13
Bangladesch. Cox's Bazar. Kutupalong. Die blinde Shamaro sitzt im Eingang zu ihrer Hütte in einem nicht registrierten Flüchtlingslager in Kutapalong. 30.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-14
Bangladesch. Cox's Bazar. Balu Kali. Kushida (35) ist schon vor Jahren von Myanmar nach Bangladesh geflohen. Die Mutter von vier Kindern lebt mit dreien ihrer Kinder in einem Flüchtlingslager in Balu Kali. Ihr Mann hat sie vor 15 Jahren verlassen und lebt ihrem ältesten Sohn in Indien. 28.05.2017
florian_lang_rohingya_refugees_bangladesh-15
Bangladesch. Cox's Bazar. Kutupalong. Kinder spielen an einem umgestürzten Baum. Am Morgen desselben Tages wurde die Region vom Zyklon Mora getroffen. Der Zyklon hat im Flüchtlingslager großen Schaden angerichtet. Dafür liefern umgestürzte Bäume den Flüchtlingen wertvolles Brennholz. Die Kinder wurden geschickt, um Holz zu sammeln, haben inzwischen jedoch begonnen zu spielen. 30.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-1
Indien. Gujarat. Surat. Hira Bazar.Überwachungskamera in Surats Hira Bazar (Diamanten Markt). Hier wird sowohl in Geschäften als auch auf offener Strasse mit Diamanten gehandelt. 12.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-2
Indien. Gujarat. Surat. Hira Bazar. Diamanten Händler in Surats Hira Bazar (Diamanten Markt). Hier wird sowohl in Geschäften als auch auf offener Strasse mit Diamanten gehandelt. 12.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-3
Indien. Gujarat. Surat. Laljibhai Patel ist Gründer und Vorstands Vorsitzender des Diamanten- und Schmuck-Herstellers Dharmandandan Diamonds. 11.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-4
Indien. Gujarat. Surat. Pravin Nanavati prüft geschliffene Diamanten. Pravin Nanavati ist Vorsitzender der des Schmuck-Herstellers She Jewels Pravin Nanavati und ehemaliger Präsident der Handels- und Industriekammer Süd-Gujarat (SGCCI). 10.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-5
Diamanten-Schleifer, Gujarat, Indien © Florian E.J. Lang
florian_lang_surat_diamonds-6
Indien. Gujarat. Surat. Hitesh Goti, Pressesprecher der Firma Dharmanandan Diamonds hält einen Rohdiamanten in seinen Händen. 10.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-7
Indien. Gujarat. Surat. In der Diamanten-Schleiferei der Firma Dharmanandan Diamonds werden Rohdiamanten unter Zuhilfenahme moderner Technik inspiziert. 10.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-8
Indien. Gujarat. Surat. Mitarbeiter der Firma Lexus. Die Firma ist auf die Vermessung und Beurteilung von Diamanten spezialisiert und entwickelt Laser-Apparate zu diesem Zweck.12.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-9
Indien. Gujarat. Surat. Hira Bazar. Diamantenhändler in Surats Hira Bazar (Diamantenmarkt). 12.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-10
Indien. Gujarat. Surat. Hira Bazar. Diamantenhändler in Surats Hira Bazar (Diamantenmarkt). 12.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-11
Indien. Gujarat. Surat. Hira Bazar. Diamantenhändler in Surats Hira Bazar (Diamantenmarkt). 12.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-12
Indien. Gujarat. Surat. Hira Bazar . Diamanten Händler in Surats Hira Bazar (Diamanten Markt). Hier wird sowohl in Geschäften als auch auf offener Strasse mit Diamanten gehandelt. 10.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-13
Indien. Gujarat. Surat. Kunden und Verkäufer in Kalamandir, einem großen Schmuck-Geschäft in Surat. 12.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-14
Indien. Gujarat. Surat. Chandrakant Sanghavi (67) ist Vorsitzender des Diamanten Herstellers Sanghavi Exports.11.05.2017
florian_lang_surat_diamonds-15
Indien. Gujarat. Surat. Eine Skulptur in der Mitte eines Kreisverkehrs im Zentrum von Surat. Diamanten-Verarbeitung und Handel dominieren die Wirtschaft der Stadt und viele Diamante-Hersteller hatten und haben großen Einfluss auf die Stadt-Entwicklung und im öffentlichen Leben.11.05.2017

EDITORIAL

Reportage ”Diamanten in Surat”

Surat, im Indischen Bundesstaat Gujarat, ist einer der weltweit führenden Orte für den Handel von Diamanten und deren Verarbeitung. Neunzig Prozent aller Rohdiamanten werden heute in Surat geschliffen und poliert, von wo aus sie weiter in den Rest der Welt exportiert werden.

Auf den Diamantmärkten Surats, allen voran dem traditionsreichen Hira Bazar (Diamant Markt), geht es zu wie man es sich auf einem indischen Bazar vorstellt – in den überfüllten Strassen und Gassen wird an jeder Ecke, oft sogar auf den Stufen von Hauseingängen oder von den Sitzen eines Motorrollers aus, gefeilscht und die Händler überprüfen häufig selbst auf offener Strasse Diamanten unterschiedlichster Größe und Qualität auf Echtheit und Wert. Hier wird mit Diamanten gehandelt wie andernorts mit Kleidung oder Gemüse.

Noch in den 90er Jahren galt Surat als arm und heruntergekommen und machte weltweit Schlagzeilen als hier 1994 eine Pestepidemie ausbrach. Heute ist Surat eine der reichsten Städte des Landes und gilt Surat in Indien als Beispiel für gelungene Stadtentwicklung. Die Diamantenindustrie spielte bei diesem Aufschwungeine entscheidende Rolle.

Erschienen in Lufthansa Magazin Woman’s World.

TEILEN AUF

Florian E.J. Lang

Florian E.J. Lang (*1980) wuchs auf in Herzogenaurach und lebt und arbeitet seit 2010 überwiegend in Delhi. Während seiner Arbeit als Erzieher brachte ihn ein Projekt mit Loch-Kameras mit den Kindern seiner Hortgruppe (zurück) zur Fotografie, nach dem Studium der Kultur- und Medienpädagogik folgte der Entschluss sich beruflich der Fotografie zu widmen. Die meisten seiner Projekte verwirklicht Florian Lang in Südasien und vor allem in Indien. Mit seinen Projekten möchte er vor allem ein zeitgemäßes bild dieser Region vermitteln und gängige Klischees in Frage stellen. Im Auftrag verwirklicht Florian Projekte für deutsche und internationale Verlage und Organisationen. Seine Bilder wurden in deutschen und in Internationalen Medien veröffentlicht und mehrfach in Ausstellungen gezeigt.

Agentur Focus

Burchardstr. 14
20095 Hamburg
Germany
focus@agentur-focus.de
+49(40) 450 22 30
Impressum — Datenschutz