SHOW&TELL

Wir erzählen über Neues in eigener Sache, fokussieren die Themen, die der Welt auf den Nägeln brennen und zeigen die sehenwerte Arbeit unser Fotograf*innen und Kolleg*innen. Wer nichts mehr verpassen möchte, abonniert hier den Show&Tell Newsletter.

01

2021

Dear John – Reise durch den mittleren Westen

Mehr Resilienz geht nicht. Wachsfigur von Schauspieler John Wayne. Motiv aus unserem Webspecial "About Amerika" fotografiert von Felix Schmitt

Text — Manuel Stark

Agentur Focus im Januar 2021

Ein bisschen Resilienz muss sein ...

Resilienz. Das Wort macht Karriere, seit die Welt mit Corona ringt. Zuletzt hieß es in TV, Radio, Zeitung und Web, ein Impfstoff werde helfen, eine Resilienz aufzubauen gegen das Virus. Das Wort entstammt eigentlich der Materialkunde und bezeichnet besonders elastische Werkstoffe, die auch nach großem Druck wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückgelangen.

Übertragen auf den Menschen bedeutet das: Wir besitzen die Fähigkeit, Krisen zu überstehen und nicht nur stabil, sondern gestärkt aus einer schrecklichen und belastenden Situation herausgehen.

Das vergangene Jahr war, sagen wir es deutlich: beschissen. Das Virus dominierte die Medien und den Alltag, oder besser: Beide werden noch immer von Corona beherrscht.

Gerade deshalb ist es aber auch wichtig, den Blick mal auf etwas anderes lenken zu dürfen. Auf das Erheiternde, das Schöne, das Unterhaltsame. Wie das deutsche Resilienzzentrum in Mainz herausgefunden hat, ist nämlich gerade auch das für den Aufbau von Resilienz wichtig: das Sammeln toller Momente.

Focus-Fotograf Bernd Hartung hat sich aufgemacht und auf den ersten Blick verwirrende, vielleicht absurde Corona-Situationen einzufangen: Clubs und Bars haben zwar für ihre Gäste geschlossen, dennoch drängen viele Menschen in ihre Räume – denn die wurden umfunktioniert, zu Teststationen.

Als besonders schlimme Orte gelten die Favelas in Brasilien. Finden diese Orte Eingang in die europäische Berichterstattung, sieht man meist Bilder von Jungs mit Maschinengewehren oder hört Geschichten von Zukunftslosigkeit, Drogen, Gewalt. Evgeny Makarov hatte keine Lust mehr auf dieses ewig gleiche Opfer-Täter-Narrativ und dokumentierte den Alltag an einer Ballettschule – Mädchen in glitzernden Kostümen tanzen inmitten einer der gefährlichsten Favelas in Rio. Für die Arbeit wurde der Focus-Fotograf jetzt auch ausgezeichnet: mit dem dritten Platz beim UNICEF-Foto des Jahres.

Wir haben uns als Agentur auch der Förderung des Nachwuchses verschrieben. Aber was ist gerade Stand der Dinge an den Hochschulen? Und welche Aufgabe soll eine Ausbildung eigentlich erfüllen: Auf den Markt vorbereiten oder Freiräume schaffen? Die Focus-Fotograf*innen Heike Ollertz und Roman Bezjak unterrichten an verschiedenen Hochschulen. Im Gespräch tauschen sie sich aus über Ähnlichkeit und Unterschiede bei der Lehre.

Was ist eigentlich los mit Amerika? Focus-Fotograf*innen haben in ihren Archiven nach Bildern gesucht, die einen schrägen, schönen, lustigen Blick zeigen auf ihr ganz eigenes Amerika.

Ein bisschen Resilienz wünschen die Fotograf*innen der Agentur Focus

ARBEIT

Fotograf*innen, Fotos, Fallbeispiele

Ausgezeichnet

Focus-Fotograf Evgeny Makarov beim UNICEF-Foto des Jahres ausgezeichnet.

Daiana Ferreira ist in einer der gefährlichsten Favelas von Rio aufgewachsen. Eine solche Kindheit prägt. Um Mädchen von der Straße zu holen, hat sie eine Ballettschule gegründet – inmitten eines Armenviertels. Focus-Fotograf Evgeny Makarov hat den Alltag der Schüler*innen in Bildern festgehalten, in Deutschland wurde die Geschichte bereits im Oktober 2019 in Zusammenarbeit mit dem Autoren Fabian Federl im SPIEGEL veröffentlicht. Jetzt wurde Makarov für die Arbeit auch mit dem dritten Platz beim UNICEF-Foto des Jahres ausgezeichnet. 

Motive aus der Reportage "Favela Ballet" @Evgeny Makarov

In unseren Drei Fragen hinter der Geschichte erzählt er, was das Projekt mit ihm gemacht hat und wieso er genug davon hat, bei der Berichterstattung über Favelas immer nur Elend zu sehen.

Drei Fragen an Evgeny Makarov

Weblinks

Corona

Nicht nur Soldaten und auf ein Corona in der Tequila Bar.

„Aber bitte fotografieren Sie nicht nur die Soldaten!“ @Bernd Hartung.

Focus-Fotograf Bernd Hartung war mit dem Fahrrad in der Innenstadt von Frankfurt unterwegs, da erblickte er in einer Seitengasse mehrere Soldaten in Uniform. Sie marschierten in Zugstärke zum Gesundheitsamt – um dort auszuhelfen. Die Leiterin des Gesundheitsamtes war aufgeschlossen, deren Arbeit für die taz in Berlin zu fotografieren. „Aber bitte fotografieren Sie nicht nur die Soldaten!“ Das eigene Personal schiebe schließlich schon seit März einen ungeheuren Berg an Überstunden vor sich her.

Schnelltest in der Tequila Cantina y Bar, Frankfurt am Main. @Bernd Hartung

Vorher war Hartung in einer Tequila-Bar unterwegs. Kronleuchter und bemalte Fenster, an den Wänden wilde Holzmasken: Ein ungewöhnliches Setting für ein Schnelltestzentrum. Die Zahnärztin Dr. Antoni hat zusammen mit Freund*innen und Investor*innen die Tequila Cantina y Bar aber zu einem genau solchen umgebaut. Vorher war der Ort im Zuge der Corona Maßnahmen geschlossen. Wo vorher Corona-Bier ausgeschenkt wurde, wird jetzt auf das Corona-Virus getestet.


Weblinks

Ausbildung

„Authentizität, Evidenz und das Wahre der Fotografie – diese Begriffe sind überholt“

Durch KI anonymisierte Portraits von Heike Ollertz und Roman Bezjak von generated.photos

Technologischer Fortschritt macht klassische Fotografie in manchen Branchen scheinbar überflüssig: Die Werbekampagnen so mancher namhafter Getränkehersteller oder Automarken werden kaum noch fotografiert. Stattdessen vermitteln immer bessere Programme zur Grafik-Modellierung eine Realität, die es so niemals gab. Was bedeutet das für Studierende der Fotografie? Die Focus-Fotograf*innen Heike Ollertz und Roman Bezjak sind Lehrende an verschiedenen Hochschulen.

Hier sprechen sie über Ähnlichkeiten und Unterschiede in der Lehre.

Weblinks

Special

About Amerika.

Am 20. Januar wurde Joe Biden als neuer Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Seit dem Amtsantritt Trumps hört man über die USA kaum noch positives, stattdessen fluteten immer neue Tweets des scheidenden US-Präsidenten die Politikseiten europäischer Zeitungen. Wo ist es denn geblieben, das Land der großen Ziele und noch größeren Träume?

Focus-Fotograf*innen haben in ihren Archiven nach Bildern gesucht, die ihrem ganz eigenen Blick Ausdruck verleihen, auf das gelobte Land der Möglichkeiten und Träume.

Hier geht's zum Special

Ausstellung

”The Lonka Project” — Fotografien von Holocaust Überlebenden im Willy Brandt Haus.

Die Focus-Fotografen Armin Smailovic und Axel Martens zeige Porträts von Überlebenden des Holocaust. Gemeinsam mit 248 anderen Fotografen porträtieren sie Menschen aus 30 Ländern, rund um den Globus für das "The Lonka Project". Alle Portraitierten haben durch das NS-Regime unfassbares Leid erfahren. Ihre Wege sind seitdem grundverschieden verlaufen, aber alle haben zurückgefunden in ein selbstbestimmtes Leben.

Eröffnung der (digitalen) Ausstellung des "The Lonka Project" im Willy Brandt Haus Berlin ist am Holocaust-Gedenktag, Mittwoch, 27. Januar.  Die Ausstellung vom Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. wird zunächst als virtuelle Ausstellung und in Form von Online-Führungen ab 27.1.2021 auf www.fkwbh.de zu sehen sein. (Digitale) Ausstellung vom 27. Januar 2021 bis 11. April 2021. 

Weblinks

instagram-image
instagram-image
instagram-image
instagram-image
instagram-image
instagram-image
instagram-image
instagram-image
instagram-image
instagram-image
instagram-image
instagram-image

TEILEN AUF

Agentur Focus

Burchardstr. 14
20095 Hamburg
Germany
focus@agentur-focus.de
+49(40) 450 22 30
Impressum — Datenschutz